Die Länder mit den meisten IP-Adressen im Jahr 2026
Die USA halten 44 % aller IPv4-Adressen. Die Top 10 Länder nach IP-Adressen 2026, Adressen pro Kopf, IPv6-Spitzenreiter und Inhaber der größten Blöcke.
Die meisten IP-Adressen haben mit großem Abstand die USA: rund 1,61 Milliarden IPv4-Adressen, also 44 % aller weltweit vergebenen. China folgt weit abgeschlagen mit 343 Millionen auf Platz zwei, danach kommen Japan, Großbritannien und Deutschland. Zusammen halten die Top 10 drei von vier registrierten IPv4-Adressen.
Diese Zahlen haben wir selbst ermittelt, und zwar am 20. Oktober 2026 aus den täglichen Dateien aller fünf regionalen Internet-Registries. Dafür haben wir jeden IPv4-Block mit dem Status „allocated“ oder „assigned“ dem Land zugerechnet, auf das er registriert ist, und die Zählung anschließend für IPv6 wiederholt. Unten finden Sie die vollständigen Top 10, das Ranking pro Kopf, die Spitzenreiter bei IPv6, die Organisationen mit den größten Blöcken und die Erklärung, warum andere Websites andere Zahlen nennen.
Die 10 Länder mit den meisten IP-Adressen#
| # | Land | IPv4-Adressen | Anteil weltweit | Registry |
|---|---|---|---|---|
| 1 | USA | 1.606.315.680 | 43,6 % | ARIN |
| 2 | China | 342.984.960 | 9,3 % | APNIC |
| 3 | Japan | 188.705.088 | 5,1 % | APNIC |
| 4 | Großbritannien | 138.719.808 | 3,8 % | RIPE NCC |
| 5 | Deutschland | 126.404.224 | 3,4 % | RIPE NCC |
| 6 | Südkorea | 112.497.920 | 3,1 % | APNIC |
| 7 | Frankreich | 81.587.792 | 2,2 % | RIPE NCC |
| 8 | Brasilien | 79.321.344 | 2,2 % | LACNIC |
| 9 | Kanada | 67.843.072 | 1,8 % | ARIN |
| 10 | Italien | 54.086.016 | 1,5 % | RIPE NCC |
Auf den Plätzen elf bis fünfzehn folgen die Niederlande (47,9 Mio.), Australien (46,1 Mio.), Russland (45,2 Mio.), Indien (42,0 Mio.) und Taiwan (35,7 Mio.).
Insgesamt sind 3,69 Milliarden der 4,29 Milliarden möglichen IPv4-Adressen an jemanden vergeben. Der Großteil des Rests kann grundsätzlich nicht verteilt werden, weil er für private Netze, Multicast und andere Sonderzwecke reserviert ist.
Warum andere Websites andere Zahlen zeigen#
Wer mehrere Rankings vergleicht, sieht die USA mal bei 1,61 Milliarden und mal bei etwa 1,2 Milliarden. Beides kann stimmen, denn gezählt wird jeweils etwas anderes. Registry-Zählungen wie unsere zeigen, auf welches Land ein Block registriert ist. Geolocation-Datenbanken schätzen dagegen, wo eine Adresse tatsächlich genutzt wird. Ein Block, der auf ein US-Unternehmen registriert ist, aber aus Frankfurt angekündigt wird, zählt dort deshalb für Deutschland. Eine dritte Methode berücksichtigt nur Adressen, die im globalen Routing sichtbar sind. Falsch ist keine davon, aber bevor Sie Länder vergleichen, sollten Sie prüfen, welche Methode hinter einem Ranking steckt.
Wie IP-Adressen vergeben werden#
IP-Adressen wandern über eine dreistufige Kette nach unten:
- IANA verwaltet den weltweiten Pool und gibt große Blöcke an fünf regionale Registries weiter.
- Regionale Internet-Registries (RIRs) vergeben Blöcke an ihre Mitglieder: Internetanbieter, Hosting-Unternehmen, große Konzerne und Universitäten.
- Provider weisen ihren Kunden Adressen zu, meist dynamisch, und lassen oft viele Nutzer über eine gemeinsame öffentliche Adresse ins Netz.
| Registry | Region |
|---|---|
| ARIN | USA, Kanada, Teile der Karibik |
| RIPE NCC | Europa, Naher Osten, Zentralasien |
| APNIC | Asien-Pazifik |
| LACNIC | Lateinamerika und der Großteil der Karibik |
| AFRINIC | Afrika |
Warum die USA so viele haben#
Adressen wurden schon lange verteilt, bevor es die Registries überhaupt gab. In den 1980er- und frühen 1990er-Jahren erhielten US-Universitäten, Behörden und Unternehmen ganze „Class A“-Blöcke mit jeweils 16,7 Millionen Adressen, oft einfach auf Anfrage. Die meisten dieser Legacy-Blöcke sind bis heute in denselben Händen. Deshalb haben die USA allein mehr IPv4-Adressen als die nächsten 20 Länder zusammen.
IPv4 ist aufgebraucht#
IANA hat ihre letzten Blöcke im Februar 2011 vergeben, und seitdem haben die Registries ihre eigenen Pools fast vollständig geleert. Zum 20. Oktober 2026 hatte ARIN keine freien IPv4-Adressen mehr, RIPE NCC und LACNIC kamen zusammen auf wenige Tausend, und nur AFRINIC (etwa 0,59 Mio.) und APNIC (etwa 2,9 Mio.) verfügten noch über eine nennenswerte Reserve. Selbst die teilt APNIC streng zu: Jedes Mitglied bekommt insgesamt höchstens 512 Adressen.
Deshalb wechseln die meisten IPv4-Adressen heute auf einem Transfermarkt den Besitzer. Im September 2026 kosteten kleine Blöcke rund 23 US-Dollar pro Adresse und Blöcke ab 65.000 Adressen rund 14 US-Dollar, während die Miete bei etwa 0,35 bis 0,45 US-Dollar pro Adresse und Monat lag. Weil neuer Adressraum nur noch durch Verkäufe zwischen Unternehmen entsteht, verschieben sich die Länderrankings nur langsam, und das Wachstum hat sich zu IPv6 verlagert.
Die Top 10 im Einzelnen#
1. USA: 1,61 Milliarden#
Die USA halten fast die Hälfte des weltweiten IPv4-Raums, und ein großer Teil davon steckt in Legacy-Blöcken. Allein das US-Verteidigungsministerium besitzt 13 vollständige /8-Blöcke, also rund 218 Millionen Adressen. Amazon hat sich durch Zukäufe auf etwa 178 Millionen hochgearbeitet, und Apple, Ford, AT&T und Comcast besitzen jeweils ein komplettes /8. Viele dieser Adressen werden weit außerhalb der USA genutzt, nämlich in Cloud-Regionen auf der ganzen Welt.
2. China: 343 Millionen#
In absoluten Zahlen liegt China auf Platz zwei, doch auf vier Einwohner kommt nur ungefähr eine Adresse. Die drei großen Betreiber China Telecom, China Unicom und China Mobile setzen deshalb stark auf geteilte Adressen (Carrier-Grade NAT, CGNAT). Seit einem Aktionsplan der Regierung aus dem Jahr 2017 treibt China IPv6 als nationale Strategie voran und hält inzwischen den zweitgrößten Anteil am IPv6-Raum.
3. Japan: 189 Millionen#
Japan bekam früh großzügige Zuteilungen, und die wichtigsten Provider des Landes, NTT, KDDI und SoftBank, halten sie bis heute. SoftBank allein nutzt etwa 92 % des Blocks 126.0.0.0/8.
4. Großbritannien: 139 Millionen#
Großbritannien liegt knapp vor Deutschland, was teilweise an einem einzigen Legacy-Block liegt: Das britische Verteidigungsministerium besitzt den kompletten Block 25.0.0.0/8 mit fast 17 Millionen Adressen. Den Großteil des Rests halten BT, Virgin Media und Vodafone.
5. Deutschland: 126 Millionen#
Die größten Anteile haben die Deutsche Telekom und Vodafone, und Mercedes-Benz besitzt nach wie vor ein komplettes /8. In Frankfurt sitzt außerdem DE-CIX, einer der verkehrsreichsten Internetknoten der Welt. Als Hosting-Standort hat Deutschland deshalb weit mehr Gewicht, als die eigene Adresszahl vermuten lässt.
6. Südkorea: 112 Millionen#
Mit rund 2,2 Adressen pro Kopf gehört Südkorea zu den am besten versorgten Ländern Asiens. Das geht auf den frühen landesweiten Breitbandausbau durch KT, SK Broadband und LG Uplus zurück.
7. Frankreich: 82 Millionen#
Der Großteil des französischen Adressraums gehört Orange, Free, SFR und Bouygues Telecom. Außerdem ist Frankreich weltweit Spitzenreiter bei der IPv6-Nutzung: Im Oktober 2026 erreichten etwa 87 % der Nutzer dort Google über IPv6.
8. Brasilien: 79 Millionen#
Brasilien ist der größte Adressinhaber Lateinamerikas. Neben großen Betreibern wie Claro und Vivo gibt es dort Tausende kleiner Regionalanbieter, von denen jeder eigene Blöcke hat.
9. Kanada: 68 Millionen#
Den Großteil des kanadischen Adressraums halten Bell, Rogers und TELUS, und er stammt von ARIN, also derselben Registry, die auch die USA versorgt.
10. Italien: 54 Millionen#
Italien schließt die Top 10 ab, größter Inhaber ist dort TIM. Zugleich gehört das Land zu den großen Staaten, die IPv6 am langsamsten einführen: Nur etwa 18 % der Nutzer sind darüber unterwegs.
IP-Adressen pro Kopf#
Absolute Zahlen begünstigen große Länder. Teilt man sie durch die Einwohnerzahl, sieht das Ranking deshalb völlig anders aus. Unter den Ländern und Gebieten mit mehr als 5 Millionen Einwohnern ergibt sich folgendes Bild:
| # | Land | IPv4 pro Kopf |
|---|---|---|
| 1 | Singapur | 4,7 |
| 2 | USA | 4,7 |
| 3 | Schweden | 3,0 |
| 4 | Norwegen | 2,8 |
| 5 | Niederlande | 2,7 |
| 6 | Schweiz | 2,6 |
| 7 | Finnland | 2,5 |
| 8 | Südkorea | 2,2 |
| 9 | Hongkong | 2,1 |
| 10 | Dänemark | 2,0 |
Großbritannien verpasst die Liste knapp, obwohl es gerundet ebenfalls auf 2,0 kommt. Am anderen Ende der Skala hat China 0,24 Adressen pro Kopf, Indonesien 0,06, Indien 0,03 und Nigeria 0,01.
Beim Lesen dieser Zahlen sollten Sie zwei Dinge im Hinterkopf behalten:
- Ein hoher Wert deutet oft auf einen Knotenpunkt hin, nicht auf starke private Nutzung. Singapur und die Niederlande beherbergen Rechenzentren und Cloud-Regionen, die ganze Kontinente versorgen. Den Extremfall bilden die Seychellen mit etwa 9 Millionen Adressen für rund 123.000 Menschen, also 73 pro Einwohner. Der Großteil davon ist auf ein einziges Unternehmen registriert und wird auf anderen Kontinenten genutzt.
- Ein niedriger Wert heißt nicht, dass die Menschen offline sind. Provider in Indien, China und Nigeria bringen viele Nutzer hinter einer gemeinsamen Adresse unter. Hinzu kommt, dass in Indien etwa 68 % der Nutzer Google über IPv6 erreichen, sodass das Land mit deutlich weniger IPv4-Adressen auskommt.
Für die Pro-Kopf-Werte haben wir unsere Zählung vom 20. Oktober 2026 mit den Bevölkerungsschätzungen der Weltbank für 2025 kombiniert.
IPv6: Wer vorne liegt#
IPv6 bietet so viele Adressen (2¹²⁸), dass es wenig aussagt, sie einzeln zu zählen. Wichtiger sind zwei andere Größen: wer den meisten IPv6-Raum hält und wer ihn tatsächlich nutzt.
Wer den meisten IPv6-Raum hält#
Hier die Anteile am gesamten registrierten IPv6-Raum, ermittelt in derselben Zählung vom 20. Oktober 2026:
| # | Land | Anteil am IPv6-Raum |
|---|---|---|
| 1 | USA | 29,7 % |
| 2 | China | 13,8 % |
| 3 | Singapur | 6,9 % |
| 4 | Deutschland | 4,9 % |
| 5 | Großbritannien | 4,2 % |
Der Abstand ist viel kleiner als bei IPv4. Die USA halten das 2,2-Fache des chinesischen IPv6-Raums, bei IPv4 dagegen das 4,7-Fache.
Wer IPv6 am meisten nutzt#
Am 28. März 2026 erreichte erstmals mehr als die Hälfte der Google-Nutzer (50,1 %) den Dienst über IPv6. Seitdem schwankt der Anteil von Tag zu Tag um diese Marke: Am 3. Oktober lag der Höchstwert bei 51,7 %, am 18. Oktober waren es 48,9 %.
Je nach Land fällt die Verbreitung sehr unterschiedlich aus. Die Zahlen von Google für den 18. Oktober 2026:
- Spitzenreiter: Frankreich etwa 87 %, Deutschland etwa 76 %, Saudi-Arabien etwa 69 % und Indien etwa 68 %.
- Mittelfeld: Japan etwa 58 %, Brasilien etwa 57 %, die USA etwa 55 % und Großbritannien etwa 54 %.
- Nachzügler: Italien etwa 18 %, Spanien etwa 12 % und Ägypten etwa 5 %.
Der Google-Wert für China sagt wenig aus, weil die Dienste von Google dort für die meisten Nutzer nicht verfügbar sind. Vieles an diesem Muster erklärt sich aus dem Bedarf: Länder mit wenigen IPv4-Adressen pro Kopf wie Indien oder mit jüngeren Mobilfunknetzen haben IPv6 am schnellsten eingeführt. Frankreich und Deutschland zeigen allerdings, dass auch staatliche Politik und große Provider den Umstieg vorantreiben können.
Wem die meisten IP-Adressen gehören#
Die Ländersummen verdecken, wie stark der Besitz konzentriert ist. In den meisten Ländern hält eine Handvoll großer Provider den Großteil des Adressraums, und einige Organisationen weltweit besitzen mehr Adressen als ganze Staaten.
Laut den Registry-Einträgen besitzen diese Organisationen mindestens einen vollständigen /8-Block (mit jeweils 16,8 Millionen Adressen):
| Inhaber | Vollständige /8-Blöcke | Adressen (ca.) |
|---|---|---|
| US-Verteidigungsministerium | 13 | 218 Mio. |
| Amazon | 1 (3.0.0.0/8) plus viele kleinere Blöcke | 178 Mio. insgesamt |
| AT&T | 1 (12.0.0.0/8) | 16,8 Mio. |
| Apple | 1 (17.0.0.0/8) | 16,8 Mio. |
| Ford Motor Company | 1 (19.0.0.0/8) | 16,8 Mio. |
| Britisches Verteidigungsministerium | 1 (25.0.0.0/8) | 16,8 Mio. |
| Cogent Communications | 1 (38.0.0.0/8) | 16,8 Mio. |
| Mercedes-Benz Group | 1 (53.0.0.0/8) | 16,8 Mio. |
| Comcast | 1 (73.0.0.0/8) | 16,8 Mio. |
Zur Einordnung: Das US-Verteidigungsministerium besitzt mehr IPv4-Adressen als ganz Japan, und Amazon allein hat mehr als Großbritannien oder Deutschland. Dorthin gekommen ist Amazon vor allem durch Zukäufe. Sein /8 stammt von General Electric, und 2019 kaufte das Unternehmen einen Teil des Blocks 44.0.0.0/8 von einer Organisation von Funkamateuren. Da Cloud- und Hosting-Unternehmen weiter Blöcke aufkaufen, landet ein immer größerer Teil des weltweiten IPv4-Raums in Rechenzentren statt bei Anbietern von Privatanschlüssen.
Warum das für Proxys wichtig ist#
Die Verteilung der Adressen entscheidet darüber, was Proxys in einem Land kosten und wie gut sie dort funktionieren.
- Mehr Adressen bedeuten mehr Auswahl. Länder mit großen, vielfältigen Pools wie die USA, Deutschland, Großbritannien und die Niederlande bieten viele Provider und viele getrennte Subnetze. Proxys sind dort günstiger, und Websites können sie schwerer als Gruppe abweisen. In Ländern mit wenigen Adressen pro Kopf sind die Proxy-Pools dagegen klein und teurer.
- Geteilte Adressen bedeuten geteilten Ruf. Wo Provider Hunderte Kunden hinter eine Adresse setzen, kann das Verhalten eines einzigen Nachbarn allen anderen auf dieser Adresse CAPTCHAs oder Sperren einbringen. Genau deshalb sind dedizierte Adressen für die Arbeit mit Accounts so wichtig.
- Das Land in der Registry ist nicht immer der Standort, den Websites sehen. Registry-Einträge zeigen, wo der Inhaber registriert ist, nicht wo die Adressen genutzt werden. Ein Block eines US-Unternehmens kann also durchaus Nutzer in Frankfurt oder Singapur versorgen. Websites verlassen sich stattdessen auf Geolocation-Datenbanken, und die hinken manchmal hinterher. Prüfen Sie die IP eines Proxys deshalb in zwei oder drei Lookup-Diensten, bevor Sie sich auf das angezeigte Land verlassen. Unser Ratgeber zu den besten Ländern für Proxy-Server erklärt, wie sich dieser Standort auf Geschwindigkeit und Rechtslage auswirkt.
- Die Knappheit bestimmt die Preisuntergrenze. Wenn eine IPv4-Adresse im Kauf etwa 14 bis 23 US-Dollar kostet oder zur Miete 0,35 bis 0,45 US-Dollar pro Monat, stecken hinter jedem IPv4-Proxy echte Kosten. IPv6-Proxys sind viel günstiger, doch viele Websites unterstützen IPv6 noch immer nicht oder begegnen ganzen IPv6-Bereichen mit Misstrauen.
Wir betreiben unsere Proxys auf eigenen IPv4-Bereichen statt auf gemietetem oder weiterverkauftem Adressraum. Welche Länder verfügbar sind, sehen Sie auf unserer Seite mit den Proxy-Standorten.
Welches Land hat die meisten IP-Adressen?
Die USA mit rund 1,61 Milliarden IPv4-Adressen, das sind 44 % des gesamten registrierten IPv4-Raums.
Wie viele IPv4-Adressen gibt es?
IPv4 bietet 4.294.967.296 mögliche Adressen. Etwa 3,69 Milliarden davon sind auf Organisationen registriert, der Großteil des Rests ist für private Netze, Multicast und andere Sonderzwecke reserviert.
Hat China mehr IP-Adressen als die USA?
Nein. China hat rund 343 Millionen IPv4-Adressen, also etwa ein Fünftel der US-Menge, und beim IPv6-Raum weniger als die Hälfte des US-Anteils.
Warum haben die USA so viele IP-Adressen?
US-Organisationen erhielten in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren riesige Blöcke, bevor es regionale Registries und eine Rationierung von Adressen gab, und die meisten besitzen diese Blöcke bis heute.
Wer vergibt IP-Adressen?
IANA teilt Blöcke an fünf regionale Registries zu: ARIN, RIPE NCC, APNIC, LACNIC und AFRINIC. Diese geben die Adressen an Provider weiter, die sie wiederum ihren Kunden zuweisen.
Sind die IPv4-Adressen aufgebraucht?
Fast überall. Der Pool von IANA war 2011 erschöpft, ARIN hat keine Adressen mehr, und nur AFRINIC und APNIC halten noch kleine, rationierte Reserven. Neue Adressen werden von bisherigen Inhabern gekauft oder gemietet.
Hat jedes Gerät eine eigene IP-Adresse?
Nein. In den meisten Haushalten, Büros und Mobilfunknetzen teilen sich viele Geräte eine öffentliche IPv4-Adresse.
Zeigt eine IP-Adresse meinen genauen Standort?
Nein. Sie verweist auf den Provider und meist auf das Land oder die Region. Schätzungen auf Stadtebene liegen oft daneben, und eine Straßenadresse verrät eine IP-Adresse allein nie.